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Begegnung mit einer Aktivistin für Menschenrechte

heinemann2Über Romani Rose, über ihr Leben als Romni, über den Kampf um Menschenrechte für Sinti und Roma ging es in Behar Heinemanns Vortrag am 6.3.2018 in der Aula des St.-Hildegard-Gymnasiums.

Wir hatten uns bisher noch nicht mit dem Thema „Sinti und Roma“ beschäftigt und auch noch nichts von Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, gehört, über den die Autorin, Künstlerin und Aktivistin Behar Heinemann ein Buch geschrieben hat. In „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“ befasst sich die Autorin in Text und Bild mit dem Leben Romani Roses.
Zu Beginn ihres Vortrags erzählte uns die Autorin aus ihrem Leben. Sie ist im Kosovo geboren, in einer 11-köpfigen Romafamilie aufgewachsen, ihre Muttersprache ist Romanes. Sie gehört zu ganz wenigen Romamädchen ihrer Generation, die eine gute Ausbildung bekamen, Abitur machten und studieren konnten. Wegen politischer Unruhen kam sie zum Studium nach  Deutschland, studierte an der Sporthochschule Köln und blieb. Heute lebt sie in München, ist deutsche Staatsbürgerin.
Sie arbeitet als Künstlerin, Fotografin, Autorin und sie stärkt Romafrauen durch mentales Coaching. Als Aktivistin ist es ihr Ziel, die Diskriminierung von Romafrauen abzubauen und sich für die Bildung von Romamädchen einzusetzen.
In der Fragerunde konnten wir der Autorin unsere persönlichen Fragen stellen. Uns interessierte, was es bedeutet, eine Romni zu sein. Sie erzählte uns, dass sie ihre Sprache und den engen Familienverband schätzt, dass sich ihr tägliches Leben aber nicht von dem ihrer Nachbarn unterscheidet. Wir lernten zu unterscheiden zwischen den nur im deutschsprachigen Raum lebenden Sinti und den weltweit verbreiteten Roma. Besonders interessant fanden wir ihre Ausführungen  zu dem veralteten Begriff „Zigeuner“, der überwiegend abgelehnt, von einigen Untergruppen aber noch bevorzugt wird.
Sie beklagte den oftmals schlechten Bildungsstand von Sinti- und Romakindern. In der  Verbesserung der Bildungschancen, aber auch im Abbau von Vorurteilen sieht sie zukünftige Aufgaben unserer Gesellschaft. Dafür setzt sie sich ein.
Wir hatten an diesem Schulmorgen 90 spannende Minuten, in denen wir viel Interessantes über die Autorin und über die Situation der Sinti und Roma erfuhren.
Herzlichen Dank dafür!

Klasse 9b, Gymnasium St. Hildegard

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26.04.2018; 19:33:55 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 498 mal angesehen.